Freitag, 6. Dezember 2013

Moulay Bousselham - Fnideq - Sebta (Ceuta) SPANIEN

128.Tag, Donnerstag 7.3.2013

Heute fahren wir! Ein letzter Strandspaziergang in Moulay Bousselham. Wir treffen eine Familie aus dem Süden, Erfoud, die hier Urlaub machen, das Meer genießen, auch wenn es windig und bedeckt ist. Wir unterhalten uns ein wenig, sie sind so freundlich, so offen, so nett, so typisch Marokko...




Zum ersten Mal hier nehmen wir die Autobahn, weil die Landstraße nach Asilah zur Zeit nur eine Piste ist, die nach den Regenfällen der letzten Tage sicherlich ziemlich beschwerlich sein wird. Es regnet weiterhin ziemlich stark. Was sollen wir in Asilah bei diesem Wetter? Also weiter, auf der Autobahn ziemlich zügig, sodass wir nachmittags in Ceuta sind. Vorher geht es aber noch auf Einkaufstour. In Fnideq gibt er unsere letzten Dirhams für Oliven aus - es könnte ja sein, dass das Kilo, welches er zuletzt unterwegs auf einem Souk gekauft hat, nicht ausreicht ...

Das Wetter ist so, dass mir der Abschied von Marokko nicht allzu schwer fällt, Sturzregen, Hagel...

Und dann sind wir an der Grenze. Es geht total unkompliziert auf der marokkanischen Seite. Auf der spanischen wird der Wagen gescannt, Wärmekamera oder Röntgen? Jedenfalls werden die Hunde entdeckt, "Animales - gatos, perros?" Eigentlich sind sie auf der Suche nach illegalen Einwanderern. Nach einem Blick des spanischen Grenzbeamten auf unsere Galgos werden wir dann aber mit einem freundlichen Lächeln weitergewunken. Keine Kontrolle der Papiere, kein Tollwuttiter für die Hunde, nichts. Auch die Drogenhunde der Spanier nehmen keinerlei Notiz von uns, und dann sind wir durch. In Ceuta sind wir dann plötzlich wieder in Spanien: hektischer Verkehr, volle Straßen, belebte Geschäfte, Supermärkte, helle Straßenbeleuchtung. Er kauft seine geliebten Puros, endlich wieder! Dann stellen wir uns für die Nacht nahe des  Hafens an den Straßenrand. Ich bin irgendwie erleichtert und auch er wirkt ziemlich aufgekratzt. Wir haben Marokko geschafft!


Montag, 2. Dezember 2013

Moulay Bousselham, Camping Flamants Loisirs 3

127. Tag, Mittwoch 6.3.2013

Ungemütlich - es regnet. Mal mehr, mal weniger. Wir gehen alle zusammen zum Meer, diesmal auf der anderen Seite des Dorfes, und die Hunde dürfen wieder rennen. Auf dem Rückweg fängt es wieder stärker an zu regnen und zu stürmen, sodass wir in einem empfohlenen Fischrestaurant, Firdaous, im Dorf haltmachen - man kann ja auch mittags Fisch essen! Allerdings gibt es nichts von dem, was auf der Karte steht und was ich bestellen möchte, sodass ich letztendlich der Empfehlung des Kellners folge, auch wenn ich nicht genau verstehe, was da jetzt kommen soll, ein Fischfilet. Es ist dann Schwertfisch, total trocken, dumme Wahl - darauf habe ich mich jetzt zwei Tage lang gefreut!
Er hat immerhin leckere Dorade! Der Kaffee hinterher schmeckt nach dem Spülwasser, an dem sie beim Geschirr gespart haben... Irgendwie ein Reinfall. Auf der Hinfahrt haben wir hier in einem anderen Restaurant so köstlichen frischen gegrillten Fisch gegessen!






Moulay Bousselham, Camping Flamants Loisirs 2

126.Tag, Dienstag 5.3.2013

Mittags wandere ich den Weg hinunter zum zweiten Campingplatz in Moulay Bousselham, direkt an der Lagune gelegen, Camping International. Er ist einfacher als der CP Flamants Loisirs, aber die Lage am Wasser ist natürlich sehr schön. Weiter über den großen Platz, am Marabout vorbei hinunter zum Strand - dort dürfen die Hunde endlich wieder rennen, ich bleibe mit etwas bangem Gefühl zurück, der vielen Katzen im Dorf und der Glasscheiben am Strand wegen! Tatsächlich machen sie nach den ersten Runden über den weiten Strand erst einmal einen Ausreißer über eine Treppe hoch ins Dorf, kommen aber schnell wieder zurück, um dann auf einer Landzunge in Richtung Lagune noch einmal richtig toll zu rennen, es sieht einfach nur schön aus!








Dafür, dass das Wetter heute ziemlich regnerisch sein sollte, ist es eigentlich ganz gut, trocken, mit relativ viel blauem Himmel. Zumindest tagsüber - abends und nachts schüttet es dann wieder stark, sodass uns die Lust auf Fischessen im Dorf leider ziemlich vergeht. Ich Arme, hatte mich so darauf gefreut!

Mittwoch, 27. November 2013

Oulmes - Khemisset - Sidi Slimane - Souk-El-Arba-Du-Gharb - Moulay Bousselham

125.Tag, Montag 4.3.2013

In der Nacht regnet es, mal ziemlich stark, dann hört es auch wieder auf, gut, dass wir im Trockenen sind! Aber die Hunde brauchen ihre Spaziergänge und er macht mir Mut, indem er mich fragt, ob er mir eigentlich die YouTube Filme von Überschwemmungen in Marokko gezeigt habe... Naja, ganz so schlimm ist es dann nicht, auch wenn der Morgenspaziergang mit den Hunden nicht wirklich Spaß macht auf dem schlammigen Boden!

Aber dann geht die Reise weiter auf kleinen Umwegen durch frühlingshaftes Bergland in Richtung Norden. Alles ist grün, durchzogen von gelben und orangenen Blüten oder bewachsen mit knorrigen Korkeichen. Wir fahren einen großen Teil der Strecke, die wir schon auf der Hinfahrt genommen haben, in umgekehrter Richtung und suchen wieder einmal lange nach einem geeigneten Platz für einen Hundespaziergang. Der ist dann ein ziemlicher Reinfall: ich nehme einen schlammigen Weg, der mich zu ein paar flachen Gebäuden führt, kleine Höfe mit ein wenig Vieh. Ein Junge, der dort seine Schafe weidet, pfeift seine Hunde herbei, die uns dann pflichtschuldigst jagen. Ich habe meine liebe Mühe, Farah und Leon vor ihnen zu schützen, als ich mich zu unserem Bus zurückziehe - immer wieder stellen sie uns aggressiv bellend nach, auch, nachdem ich auf die andere Straßenseite gewechselt bin, kommen sie hinter uns her gerannt, sodass er mit dem Bus wenden und ein Stück weiter fahren muss, damit wir überhaupt wieder einsteigen können, ohne angefallen zu werden.





Einige Kilometer weiter versuchen wir es noch einmal, auch hier verfolgt von Hundegebell, diesmal immerhin aus der Ferne - doch der Himmel hat etwas aufgeklart! Aber er ist unausstehlich, als ich zum Bus zurückkomme und im Nu haben wir den größten Streit. Ich bin wütend über seine ungerechte Art und und all mein Stress macht sich Luft, doch er lacht nur über meinen Wutausbruch, was mich zunächst auch nicht besänftigen kann. Im Laufe der nächsten Stunden beruhigt sich die Lage aber wieder etwas. Wir kommen gut voran, nachdem wir die Berge hinter uns gelassen haben und erreichen Moulay Bousselham mit dem uns schon bekannten Camping Flamant Loisirs noch bei Tageslicht. Erleichterung, Ankommen, Essen...von der Großpackung Oliven, die er gestern gekauft hat und den Resten des köstlichsten Hähnchens überhaupt von gestern...





Ouaoumana, Tankstelle Afriquia - Khénifra - Aguelmous - Oulmes

124.Tag, Sonntag 3.3.2013

Morgens sehe ich meine ersten(!) Sloughis in Marokko, sie gehören dem Patron der Raststation, ich treffe seinen Gärtner, der die Anlagen um die Tankstelle pflegt. Der freilaufende Sloughi ist graumeliert und gestromt, freundlich, hat eine tolle sportliche Figur und ist angeblich ein guter Jäger, fängt die Kaninchen und bringt sie direkt zum Auto. Gestern schon haben wir den Patron getroffen, der hatte auch eine interessante Geschichte parat: Um die Pfoten seiner Sloughis bei der Jagd zu schützen, wird auf Ballen und Krallen Henna aufgetragen - das sieht gut aus und schützt vor Verletzungen. Na, wenn das so ist, Farah und Leon, wisst Ihr ja, was Ihr bei meiner nächsten Henna-Session zu erwarten habt!



In einem Ort, dessen Namen ich mir leider nicht gemerkt habe, kauft er das leckerste Bio-Brathähnchen überhaupt - gefüllt mit scharf gewürztem Reis, begleitet von Oliven, Pommes frites, Harissa und Fladenbrot. Dieses Hähnchen MUSS glücklich gelebt haben, so genial, wie es schmeckt!

Dann noch ein Hundespaziergang und weiter in die grünen Berge. Es geht langsam voran und so erreichen wir unser angepeiltes Tagesziel, einen kleinen See, ungefähr zwanzig Kilometer vor Khemisset, heute nicht mehr. Stellplätze gibt es wenige, wenn dann direkt an der Landstraße R407, wo der Regen der vergangenen Wochen oder Monate jede Menge Gestein und Erde losgelöst hat. So kommt das Hinweisschild in der Abenddämmerung auf ein 'Gide Touristique Taboudiate' bei Oulmes gerade recht, auch wenn er zunächst ziemlich ablehnend ist. Er würde lieber irgendwo frei stehen, bloß wo? Direkt an der Straße? Als dann auch noch das WC dort eklig schmutzig ist und die Standplätze im Gelände alle schief, will er, auch wenn es schon dunkel wird, wieder fahren. Aber der Patron reinigt das WC für uns und wir stellen uns vor die Farm auf ein gerades Stück und alle sind einigermaßen zufrieden, na, ich jedenfalls!








Montag, 25. November 2013

Ouzoud - Aït Attab - Oulad Ayad - Beni Mellal - Tankstelle Afriquia vor Kasbah Tadla

123.Tag, Samstag 2.3.2013

Mittags geht es los, wir wollen über eine neue Straße, die in scharfen Serpentinen über einen Berg führt. In unserer Karte ist sie noch gar nicht verzeichnet. Paul hat mir den Weg dorthin ungefähr erklärt, man würde die neue Straße dann schon von weitem sehen. Das stimmt zwar, aber wir finden die Zufahrt trotzdem nicht, verfahren uns zwei mal bis zu einer Straße, die im Nichts endet und kommen letztendlich auf der alten Route über Oulad Ayad zur N8 in Richtung Beni Mellal. Dort stoppen mir an einem No-Name Supermarkt, die gibt es schließlich nicht allzu oft.

 





Als es dunkel wird, versuchen wir an einer Stichstraße, die wieder in Richtung der Berge führt, einen Stellplatz zu finden. Das ist aber aussichtslos. Also wieder zurück zu dem Stellplatz, den er unterwegs vorgeschlagen hat, eine große Afriquia-Tankstelle mit Restaurant, Café, einem kleinen Laden, Schwimmbad, Kinderspielplatz und - Moschee! Witzige Mischung - aber eigentlich ähnlich wie unsere Autobahnraststätten mit angeschlossener Autobahnkapelle.



Ouzoud, Camping Zebra 14-16

120.-122. Tag, Mittwoch 27.2. - Freitag 1.3.2013

Stille Tage in Ouzoud. Wir erkunden die Gegend in weiteren Wanderungen, auch zusammen mit Renate, wir genießen die Berberküche im Zebrarestaurant, lernen dort auch andere Reisende kennen wie z.B. Uwe, einen Deutschen, der in Marokko Gruppentouren für Wohnmobile organisiert, und können inzwischen auch mitreden, wenn es um Orte wie Foum-Zguid, Igherm oder Tata geht. Erfahrene Marokkoreisende, die wir nun sind...









An einem Abend werden wir zum Buffet Marocain eingeladen, zum Dank an ihn, weil er für Renate und Paul Texte für ihren Flyer übersetzt und dazu auch noch die passenden Cartoons gezeichnet hat. Nach dem Essen machen Hakim, Hassan, Mohammed und Aziz und später auch die Frauen Trommelmusik, Hakims Mutter ist großartig im Berber-Trällern. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, Renate tanzt und ist ganz stolz und glücklich - das kann sie auch sein, sie hat so ein tolles Team hier!



Der letzte Tag wird etwas überschattet - er hat Zahnschmerzen. Das braucht man wirklich nicht unterwegs, wenn man durch Marokko reist...