Donnerstag, 9. Januar 2014

Los Beatos - Los Alcázares

156.Tag, Donnerstag 4.4.2013

Herzlicher Abschied vom Equipo Sangar - und dann fahren wir wieder zurück nach Los Alcázares. WIR HABEN SOLAR!!! Diesmal erkunden wir den Norden, dort gibt es ein Naturschutzgebiet am Strand von La Hita. Holzstege, die durch dichtes Röhricht- und Schilfgebiet führen, in dem geschützte Vogelarten brüten sollen. Direkt daneben aber ist der Militärflughafen, von dem aus dauernd irgendwelche Düsenjets starten - ob es bei dem Lärm dort überhaupt noch zu schützende Vogelarten gibt? Ich habe nur eine Ente gesehen...


Wir müssen wieder unsere Vorräte auffüllen bei Mercadona. Und wie in Marokko und den Marjane-Supermärkten gibt es um diesen Mercadona verschiedene kleinere Läden gruppiert, unter anderem einen Computerladen. Dort erwirbt er einen Internetstick, doch wie sich später herausstellt, funktioniert der nicht so unkompliziert wie der von der Maroc Telecom. Erst einmal funktioniert er überhaupt nicht! Das Kaufgespräch selbst gehört wieder zu den Skurillitäten unserer Reise: Beginnend auf Englisch (Spanisch ist mit Spezialvokabeln doch etwas mühsam...) wechseln wir sehr schnell über ins Deutsche, weil der Verkäufer perfekt Deutsch spricht, außerdem in einem uns sehr vertrauten Dialekt. Als ihm ein herzliches "Leck misch anne Fott" entfährt, meine ich ihn als Kölsche Jong erkannt zu haben, aber nein, er hat früher in Düsseldorf gelebt und seine Tochter lebt immer noch dort, ausgerechnet in Flingern zwischen Müllverbrennung und dem alten Fortuna-Stadion! Hach, Heimat!

Dann folgt ein entspannter Strand- und Bustag, wir bleiben etwas nördlich vom Zentrum an einer Stichstraße zum Meer in einer halbleeren Ferien- und Wohnanlage mit ganz hübschen bunten Häusern stehen. Ein paar Meter weiter parkt ein spanischer Wohnwagen. In dem wohnt eine Familie mit einer hübschen weißen schwarz gepunkteten Galga. Sie heißt Daisy und hat ein Gesicht wie ein Harlekin, sehr süß!



Mittwoch, 8. Januar 2014

Los Alcázares - Los Beatos

155.Tag, Mittwoch 3.4. 2013

Nach einem entspannten Vormittag (seine Zahnschmerzen haben deutlich nachgelassen), machen wir uns auf den Weg zu einem Caravan-Ausrüster, "Caravanes Sangar" in Los Beatos, Cartagena. Vielleicht bekommen wir dort eine Solaranlage für den Bus. Tatsächlich haben sie dort einige Panele im Angebot und würden uns die Anlage auch gleich einbauen  - zu einem Preis, der deutlich günstiger ist als in Deutschland. Das Team dort ist super nett, besonders eine Spanierin, die bis zu ihrem dreizehnten Lebensjahr in Deutschland gelebt hat, und uns und anderen Kunden, z.B. Franzosen und Briten, als Übersetzerin dient, ist ein total angenehmes Gegenüber.

Im Hof leben in einem Zwinger eine hübsche Galga, gemustert wie Olivenholz, und eine kleine Ratonera Bodeguera - die aber beide auch frei laufen dürfen. Und wenn die Galga auf das weite Feld gegenüber des Betriebes läuft, kommt sie immer mit einem Kaninchen wieder - glückliche Galga!


Unsere beiden lasse ich auf dem Feld lieber nicht los - die Autobahn ist nah, und außerdem möchte ich nicht, dass sie Kaninchen killen. Leon sieht und wittert sie natürlich sofort und ist mega-aufgeregt!

Endlich - hier sind wir am Ziel meiner Wünsche! Hier kenne ich mich aus: weite spanische campos, Gerüche wie in meiner Jugend, Kaninchen, conejos, wann lässt sie mich endlich los, damit ich ihr eines bringen kann?! Überall dieser wunderbare Duft, Kaninchen mit Kräutern, da, gleich noch eine alte Windmühle, hier wohnen sie alle, ich will jagen!!!

Ich bin wirklich etwas zwiegespalten - gerne würde ich ihm gönnen, seiner Bestimmung nachzugehen - aber andererseits tun mir die Kaninchen natürlich leid und ich fürchte, dass er bei der Jagd auch auf die nahe Autobahn geraten könnte. Also halte ich ihn an der Leine bei mir...
 


Nachdem das Solarpanel auf dem Dach des Düdo montiert worden ist, darf der Bus zwölf Stunden nicht bewegt werden, damit der Kleber aushärten kann. Das heißt, dass wir auf dem Hof von Caravanes Sangar übernachten werden. Der etwas andere Campingplatz. Sehr exklusiv. Nachdem alle Mitarbeiter das Gelände verlassen haben, stehen wir dort ganz allein, das Hauptgitter ist geschlossen. Wir verbringen eine sehr ruhige und angenehme Nacht.


Montag, 6. Januar 2014

Los Alcázares 2

154.Tag, Dienstag 2.4.2013

Den ganzen Vormittag verbringen wir im Cafe der holländischen Briten mit der nachweislich schlechtesten Küche überhaupt - aber nett sind sie! Wir dürfen ihren Strom und Wifi nutzen. Und wir bestellen im Gegenzug ebenso nett irgendwelche grauslichen Toasts mit undefinierbarer Auflage.
Wir starten von hier nämlich einen neuen Versuch, uns unabhängig vom Strom der Campingplätze zu machen. Bei ebay möchte er einen guten und günstigen Stromerzeuger erstehen. Aber nach Stunden müssen wir einsehen, dass wir den Kauf von hier aus nicht tätigen können. Wir scheitern immer wieder am Bezahlsystem, egal, was wir auch probieren, es wird nicht akzeptiert, und so storniert er gegen Mittag den Kauf.  Die Nerven liegen mal wieder etwas blank... Alles umsonst.

 

Danach bleiben wir am Paseo Maritim, am Strand und beim Bus, keine weiteren Aktionen...

 



Sonntag, 5. Januar 2014

Los Alcázares - Cartagena - Los Alcázares

153.Tag, Montag 1.4.2013

Ich mag geologisch ungewöhnliche Orte - und Los Alcázares und das Mar Menor sind bestimmt ungewöhnlich. Die schmale Landzunge, die das Mar Menor vom Mittelmeer trennt, bewirkt bei Windstille, dass das Meer glatt wie ein Spiegel daliegt - es gibt keine Wellen hier. Von Los Alcázares sieht man tagsüber meist leicht im Dunst die Gebäude und Hotelbauten von La Manga auf der Landzunge wie auf einer Perlenkette aufgereiht, doch nachts sieht das ganze noch viel schöner aus: die Lichter von La Manga und die von Los Alcázares und San Javier weiter nördlich verbinden sich zu einem glänzenden Collier, welches den Spiegel des Mar Menor umschließt. Wenn ich dann um Mitternacht, bzw. jetzt bei Sommerzeit gegen ein Uhr morgens meine letzte Runde mit den Hunden drehe, bin ich vollkommen allein hier, niemand am Strand, kein Auto auf der Straße, kein Mensch oder Tier auf dem Paseo Maritim. Das ist schon sehr schön, und es ist vollkommen still dabei - es geht kein Wind, alles schläft, alles ist ruhig.











Den Tag haben wir mit der Suche nach einem Stromerzeuger in den Vororten von Cartagena verbracht. Wir sind es leid, wegen Strom immer wieder auf Campingplätze fahren zu müssen. Leider ohne Erfolg: der gebrauchte Stromerzeuger, der uns vorgeführt wurde, war viel zu laut, ein Zweitakter, und außerdem zu groß.


Samstag, 4. Januar 2014

Aguilas - Cartagena - Los Alcázares

152.Tag, Ostersonntag 31.3.2013

Mit Hilfe unseres "Navi" landen wir in Cartagena an der richtigen Adresse - Clinica Dental Virgen de la Caridad - doch dort stehen wir vor verschlossenen Türen. Kein 24 Stunden Notdienst! Die Bäckerin nebenan gibt uns die Adresse der Notfallklinik, der die Zahnklinik angeschlossen ist - doch das ist eine Medizinische Klinik ohne Zahnabteilung - hier kann man ihm also auch nicht weiterhelfen. Nur die Auskunft, dass es in Murcia wahrscheinlich eine Notfall-Zahnklinik gäbe, erhalten wir. Toll! Aber nachdem er zwei Schmerztabletten kurz hintereinander genommen hat, meint er, dass er so auch noch bis morgen warten kann.

Etwa zwanzig Kilometer von hier liegt Los Alcázares am Mar Menor. Wir kennen es schon von der Hinreise und wollten hier sowieso noch einmal Station machen. Und so machen wir uns auf den Weg durch die ostersonntäglichen Straßen von Cartagena, auf denen die Menschen zur Prozession zusammenströmen, schon in ihren Büßerkostümen mit den typischen Spitzhauben. Doch angeschlagen wie wir sind, fühlen wir uns nicht in der Lage, dem großen Spektakel beizuwohnen. Wir fahren weiter.

Los Alcázares bietet uns ein überraschendes Bild: Es ist nicht mehr das verschlafene halb verlassene Städtchen vom letzten November - jetzt findet hier ein Fest mit einem mittelalterlichen Markt und einem abendlichen Schauspiel am Strand statt. Unser alter Stellplatz ist Teil der Bühne, aber ein- oder zweihundert Meter weiter können wir nahe der Kirche in einer Nebenstraße stehen. Trotz Betrieb und Lärm legen wir uns erst einmal hin und holen etwas Schlaf nach. Abends zeichnet er. Es geht ihm etwas besser.



Aguilas, Camping Bella Vista - Playa de los Cocedores

151.Tag, Samstag 30.3.2013

Es weht ein starker aber warmer Wind. Bevor wir zu "unserem Strand" zurückkehren, machen wir noch einen Einkauf bei Mercadona. Am Strand entfacht er dann ein tolles Grillfeuer - es gibt Babbaghanoush und Gambas a la plancha, lecker, aber schlecht zu pellen. Ein Festmahl!



In der Nacht hat er dann wieder sehr starke Zahnschmerzen und die Schwellung hat erneut zugenommen, Schmerztabletten wirken kaum noch. Die nächste größere Stadt mit einer Notfall-Zahnklinik ist nach Internetrecherche Cartagena. Wir sind sowieso wach und können nicht mehr schlafen - der eine wegen der Schmerzen und die andere, weil sie sich wieder einmal alle möglichen Horrorszenarien ausmalt... Also können wir ebenso gut auch gleich losfahren, beschließen wir gegen vier Uhr morgens. Wir packen und brechen gegen fünf Uhr auf.

Aguilas, Playa de los Cocedores - Camping Bella Vista

150.Tag, Karfreitag 29.3.2013

Wir brauchen Strom, der Kühlschrank hat sich nochmals abgestellt, deshalb ziehen wir wieder um zum Campingplatz Bella Vista. Er hat sowieso Arbeit, das passt ja!